Privatinsolvenz

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Was ist eine Privatinsolvenz?

  • Bei einer Privatinsolvenz muss eine Überschuldung oder eine Zahlungsunfähigkeit vorliegen,
  • die Privatinsolvenz ist für Privatpersonen oder ehemalige Selbständige, mit weniger als 20 Gläubigern – ohne Schulden aus Arbeitsverhältnissen,
  • der außergerichtliche Einigungsversuch (der Schuldner unterbreitet einen Vorschlag zur Schuldenbereinigung – alle Gläubiger müssen hier einverstanden sein) muss gescheitert sein,
  • eine Bescheinigung über das Scheitern des außergerichtlichen Einigungsversuches einer anerkannten Stelle muss bei der Antragstellung vorliegen – diese Bescheinigung darf jedoch nicht älter als 6 Monate sein.

Dauer einer Privatinsolvenz: 6 Jahre! Ab dem 01. Juli 2014 kann die Restschuldbefreiung schon nach 3 Jahren erreicht werden, wenn 35 % der Schulden an die Gläubiger gezahlt wurden.

 

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Wissenswertes:

  • Ein minimaler Betrag bleibt einem monatlich zur Verfügung (einer alleinstehenden Person ohne Unterhaltspflicht stehen 1.049,99 € des Nettoeinkommens zur Verfügung – Pfändungstabelle),
  • Zusatzleistungen werden teilweise ganz oder zur Hälfte angerechnet (z.B. Urlaubsgelder, Weihnachtsgelder, Erbe, Sparguthaben, Immobilien oder eine Lebensversicherung, etc.),
  • Obliegenheitspflicht: bei Arbeitslosigkeit muss nachgewiesen werden, dass man eine Arbeitsstelle sucht,
  • es dürfen keine neuen Schulden während der Zeit der Privatinsolvenz entstehen: Ansonsten scheitert die Privatinsolvenz!